Schulterbeschwerden können oft ohne OP behandelt werden

Schultererkrankungen werden zu rasch und zu oft operiert, behaupten nicht nur Vertreter alternativer Heilmethoden, sondern auch das Ärzteblatt.

Dabei können die Beschwerden oft ohne OP gelindert werden, schreibt die Apotheken-Umschau. Zwar empfehlen demnach viele Orthopäden einen Eingriff gegen das Schulterengpass-Syndrom (Impingement). Dabei werde aus dem Gelenk ein Stück Knochen entfernt, um unter dem Schulterdach mehr Platz zu schaffen.

Doch die Autoren verweisen auf eine britische Studie, wonach eine solche Dekompressions-Operation den meisten Betroffenen nicht viel bringe. „Viele Schulterexperten stellen die alleinige Dekompression schon seit Längerem infrage, denn nur wenige Patienten werden dadurch wirklich beschwerdefrei“, sagt der leitende Arzt der Sektion Schulter- und Ellenbogenchirurgie an der Universitätsklinik München, Dr. Ben Ockert, in der Pressemitteilung.

Bei vielen Schulterschmerzen helfe ein Mix aus Physiotherapie, Bewegung und Medikamenten häufig am besten. Die Apotheken-Umschau empfiehlt, zunächst die konservativen Maßnahmen auszuschöpfen.

Auch Yoga lässt sich in diesem Sinne üben:

Ziel ist:

  • durch achtsame Bewegungen Fehl -und Überlastungen erkennen und neue Bewegungsmuster üben
  • Raum schaffen und die Muskulatur kräftigen
  • das Zusammenspiel von Schulter und aufrichtender Muskulatur verbessern (scapulo-humerales Alignment)
  • Stress abbauen, um von den hochgezogenen Schultern wegzukommen

Es ist sinnvoll, solche Abläufe in Yoga-Einzelsitzungen zeinzuüben, sie daheim im eigenen Üben zu vertiefen und nach und nach den eigenen Bewegungsspielraum – immer im schmerzfreien Bereich – wieder auszuweiten.

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