Yoga in Kaufering und das innere Feuer Agni

Wer erinnert sich an die alten Ölöfen von früher? Sie standen in der guten Stube, stanken fürchterlich und man musste genau wissen, wie man die Dinger richtig an macht. Dann produzierten sie eine schöne Wärme.

Feuer. Foto: Alexas_fotos/pixabay

Erst musste man dafür den Ölregler öffnen, dann etwas Öl einfließen lassen, zuletzt ein gewachstes Papier anzünden und hineinwerfen.War zu wenig Öl eingelaufen, ging es nicht. Hatte man zu viel Öl einströmen lassen, ging es aber auch nicht. Die Dosierung war eine Kunst.

Mit unserem Körper ist es genauso. Er funktioniert wie ein Verbrennungsmotor, der Treibstoff in Energie umwandelt. Im Yoga und im Ayurveda heißt dieser Motor agni.

Agni bedeutet Feuer, und wie im Deutschen kann man dieses Feuer vielfältig verstehen.

Es ist zunächst das Verdauungsfeuer, das im Bauchraum sitzt (jatharagni). Es gibt aber auch andere Feuer, beispielesweise im Lungen- und Herzraum. Hier wandelt agni Atem in Energie um. Energie heißt im Yoga prana, das Feuer im Atemraum heißt deswegen pranagni.

 

Wie beim Ölofen kommt es bei den menschlichen agnis auf die richtige Dosierung an, damit sie gut brennen können. Zu wenig Nährstoff ist nicht gut, zu viel auch nicht.

Nun haben wir mit Advent, Weihnachten und Silvester eine Zeit hinter uns, in der die meisten viel gegessen und sich wenig bewegt haben. Also hat das Bauchagni wahrscheinlich eher zu viel Nährstoffe bekommen, das pranagni zu wenige – beide können so nicht gut brennen.

In diesem Kurs wollen wir unseren agnis wieder auf die Sprünge helfen, damit wir mit frisch durchgeputztem Ofen ins neue Jahr starten können.

Feuer an sich ist weder gut noch böse. Wärmt es uns, so freuen wir uns an ihm, brennt es uns, so sind wir ihm gram. Ebenso verhält es sich mit der Welt.

Swami Vivekananda

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